Mein Qigong und Tai Chi...

2001 legte mir ein Neurologe nach einer gründlichen Untersuchung ans Herz etwas Schönes nur für mich zu tun.

Ich hatte eine Phase mit Müdigkeit, Migräneanfällen und Antriebsschwäche hinter mir und hatte auf Grund der starken und sehr häufig auftretenden Migräneschmerzen den Neurologen aufgesucht. Zum Glück waren alle Untersuchungen ohne Befund, und ich nahm die Aufforderung des Arztes ernst mehr in mein Inneres zu horchen und etwas für mich zu tun.

Zuerst suchte ich eine Körpertherapeutin auf um den Schmerzen zu Leibe zu rücken, Im Verlauf der körpertherapeutischen Arbeit, wurden viele Prozesse angestoßen, und nach einem Urlaub wusste ich, das ich versuchen würde mit Qigong meine frühere Vitalität zu erlangen.

In meiner Jugend  ( also vor über 30 Jahren ) hatte ich mir  ein Buch von Klaus Mögling gekauft, ein Taschenbuch über Tai Chi, das ich heute noch besitze und in dem ich auch heute noch oft lese. An dieses Buch habe ich mich erinnert, als ich in diesem Urlaub in  Österreich eine Asiatin beim Praktizieren verschiedener Qigong- und Tai Chi -Formen gesehen hatte. Es war faszinierend, welche Ruhe sie dabei ausstrahlte, und ich entspannte mich alleine schon beim zuschauen. Zu Hause angekommen suchte ich dieses Buch heraus, und fand zum Glück bei mir im Ort einen Tai Chi Anfängerkurs, bei dem ich mich sofort anmeldete. Nach zwei Jahren regelmäßiger Praxis einer Tai Chi -Langform des Yang - Stils, entschloss ich mich für tieferes Verständnis an einer Lehrerausbildung teilzunehmen. Mittlerweile war im Laufe meiner Übungspraxis meine Vitalität zurück gekehrt, die Migräneanfälle waren seltener geworden, und Lebensfreude war der Antriebslosigkeit gewichen.

Hauptbestandteil waren Übungsreihen des Medizinischen Qigong, eine 36er Tai Chi - Form, die Grundprinzipien und Wirkungen des Qigong und Tai Chi, Atem - Methoden und Übungen des Stillen Qigong. Meridianlehre und Massagen rundeten die intensive 2 Jahre dauernde Ausbildung ab. 

Nach der Ausbildung begann ich selbst Kurse zu leiten, zunächst bei der Volkshochschule an meinem Heimatort, aber nach kurzer Zeit wusste ich, das ich mich gerne in meinem neuen Beruf selbständig machen wollte. 

Im Juni 2007 eröffnete ich mein Studio für Qigong und Tai Chi in Pirmasens.

Ich begann direkt mit fortlaufenden Klassen, um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, langfristig in einer vertrauten Gruppe üben zu können. Eine dieser Gruppen läuft schon seit 2008, weitere kamen nach und nach hinzu.

Dieses Konzept habe ich bis heute bei behalten, darüber hinaus unterrichte  seit über 8 Jahren in einem Reha - Zentrum mehrere Gruppen in den Bereichen Mobile Gelenke und Herz/Kreislauferkrankungen. Diese Qigong und Tai Chi Klassen laufen ebenfalls das ganze Jahr hindurch.

Verschiedene Workshops und Einzelstunden ( besonders Guo Lin Qigong) runden mein Angebot ab, Vorträge bei Selbsthilfegruppen, Wochenendseminare, z.B. bei der Gesellschaft für therapeutische Hypnose und Informationsveranstaltungen auf Gesundheitsmessen sind ebenfalls Teil meiner Arbeit.

Nach meiner ersten Ausbildung besuchte ich mehrere Fortbildungen am Centre Qi Gong, hörte dort vom Guo Lin Gehen, einer Variante des Qigong zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte bei Krebs und chronischen Erkrankungen, und entschloss mich zu einer weiteren Lehrerausbildung an der TCM Akademie bei  Frau Wang Li für Guo Lin Neues Qigong. Sie war selbst Schülerin bei Frau Guo Lin, der Initiatorin des Guo Lin Qigong.  Ich erlernte bei ihr alle gehenden Übungen, verschiedene Übungsreihen, Massagen bei bestimmten Erkrankungen, Qigong - Tonübungen, verschiedene Übungsmethoden und Einsatzmöglichkeiten aller Übungen.

Anfang März 2010 erlitt ich durch einen Reitunfall neben einer Verletzung der Halswirbelsäule auch mehrere Rippenbrüche, eine stark geprellte Schulter und heftige Blutergüsse an der Hüfte und meinen Beinen.

Fast bewegungsunfähig, entschloss ich mich trotzdem eine für Juni 2010 geplante Qigong -Fortbildungsreise mit Frau Wang Li zum Guo Lin Weltkongress nach Peking zu buchen.

Ich war gezwungen für zwei Monate alle Kurse abzusagen und begann, nachdem ich nach 2 Wochen wieder alleine aufstehen konnte mit physiotherapeutischen Übungen und von mir abgewandelten Qigong - Bewegungen. Ich übte regelmäßig verschiedene Übungen der 15 Ausdrucksformen, die ich nach und nach immer besser ausführen konnte, und glücklicherweise war es mir möglich nach 8 Wochen mein Kursprogramm wieder zu starten. Ich war zwar noch nicht wieder ganz gesund, merkte aber von Tag zu Tag, wie meine Mobilität zurück kam.

Die Reise nach China mit Frau Wang Li konnte ich glücklicherweise antreten. Über diese besondere Reise werde ich an anderer Stelle noch berichten.

Dort lernte ich Hui Chun Gong, ein daoistisches Übungssystem kennen und erfuhr, das Frau Wang Li eine Lehrerausbildung in dieser über 800 Jahre alten Tradition anbieten würde.

Ich entschloss mich noch in China dafür an der nächsten Lehrerausbildung für Hui Chun Gong teilzunehmen. Frau Wang Li unterrichtet die Form, die von Großmeister Shen in Shanghai weiter gegeben wird.

Mittlerweile unterrichte ich Hui Chun Gong schon seit mehreren Jahren in meinem Studio, und besuche regelmäßig die Lehrertreffen und Weiterbildungsangebote von Meisterin Wang Li.

 

Zum Abschluss möchte ich noch gerne Frau Wang Li  zitieren:

 

                                "Qigong ist ein großer Schatz der chinesischen Kultur!"

 

Und nach etlichen geduldig beantworteten Fragen meiner Ausbildungsgruppe über die vielfältigen Wirkungsweisen der Übungen im Laufe vieler Ausbildungsstunden:

 

                               "Jede Übung ist ein Geschenk für unseren Körper!"

 

Und mich auch bei Ihr für Ihre unendliche Geduld und Ihre Freundlichkeit und Warmherzigkeit bedanken!!!

 

 

 

Frau Wang Li im Guo Lin Qigong - Fortbildungszentrum in Beidaihe 2010

Ausbildungsgruppe in Beidaihe beim Üben der "Nierenstärkenden Übung" des Guo Lin Qigong

Guo Lin Weltkongress 2010 in Peking

Drache am Eingang des Sommerpalastes

Am Sommerpalast in Peking